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Colin Cotterill - DR. SIRI SIEHT GESPENSTER


Erste Sätze:

„Das Hammer-und-Sichel-Neon über dem Nachtclub des Lane Xang Hotels summte und sprang flackernd an. Jenseits des Mekong war die Sonne blassrot und bleischwer in Thailand versunken, und die Hotelkellnerinnen entzündeten die kleinen Laternen, die den schlichten himmelblauen Saal in eine geheimnisvolle Höhle verwandelten.“


Dr. Siri, der einziger Leichenbeschauer in Laos (und das natürlich völlig unfreiwillig), hat es in dieser Geschichte mit einer Reihe sehr merkwürdigen Geschehnissen zu tun. Die Hauptstadt von Laos, Vientiane, scheint sich in eine Hölle zu verwandeln, und dass nicht nur wegen der bestehenden Hitzewelle. Mit einem verschwundenen Kragenbär fängt alles an. Zwei Leichen, die sich bald auf dem Obduktionstisch von Dr. Siri befinden werfen die Frag auf, wie passt das Fahrrad in den Mord? Eine Truhe die sich nicht öffnen lässt. Und mehrere bestialisch verstümmelte Frauenleichen halten Ihn auf Trab. Doch als gäbe es in Vientiane nicht schon genügend Tote, muss er auch noch außerhalb zwei verkohlte Leichen untersuchen.


Doch Dr. Siri lässt sich wie immer nicht aus der Ruhe bringen, er ermittelt mit aller Ruhe und lässt sich auch nicht durch eine Nacht hinter Gitter und den Besuchen von seinen eigenen Geister aufhalten.


Dr. Siri ist für mich eindeutig eine gelungene Figur, er ist so herrlich Jung, obwohl er bereits über Siebzig ist. Sein Geist ist hellwach und er hat einen großartigen Humor. Trotz aller Widerstände kämpft er darum die Wahrheit ans Licht zu bringen. Da lässt er sich auch nicht durch eine kommunistische Regierung oder gar Geister aufhalten. Er ist loyal gegenüber seinen Mitarbeitern,

dem unter Down-Syndrom leidenden Herr Geung und der Krankenschwester Dtui. Auch diese Geschichte überzeugt mit Spannung und einem guten Plot. Nur das „Geistergedöns“ war mir persönlich etwas zu viel. Ansonsten SEHR GUTE UNTERHALTUNG

Goldmann Verlag (16. Augst 2010) 336 Seiten

 ISBN: 978-3-442-46693-1
€ 8,95

11.1.15 15:12, kommentieren

Sebatian Fitzek - Passagier 23



Martin Schwartz ist ein Berliner Polizeipsychologe und hat vor Jahren seine Frau

und seinen Sohn (angeblich Selbstmord) auf einer Kreuzfahrt verloren.

Doch einige Jahre später wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert,

als eine alte Dame ihn anruft und mitteilt, dass neue Beweise zum Verschwinden seiner Familie vorlägen.
Und nun muss er sich seiner Vergangenheit stellen und landet in einem Albtraum. Schiffsreisen sind zur Zeit sehr beliebt und boomen.
Es hat mir sehr gut gefallen, dass Fitzeks neuer Thriller auf ein Kreuzfahrtschiff angesiedelt ist.

Für alle Fitzek Fans oder Liebhaber grausamer Geschichten. Und Leser die sich gerne in wilde Wellen, ups, Geschichten stürzen.
Keine Frage, ich muss zugeben der Thriller war spannend, ich hätte sonst die Segel gestrichen

Die Geschichte war mir leider zu konstruiert, an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig, sorry. Da hat wohl der Klabautermann kurzfristig die Macht über Herrn Fitzek gewonnen.

Der Schreibstil ist flüssig ohne viel Geschnörkel.

Das Cover ist richtig schön und passt zur Geschichte.

Besonders die Danksagung hat mir gefallen, es hat sich lesen lassen wie ein kleiner Roman.(Ich mag so etwas).

Bis zur nächsten Rezi

http://www.droemer-knaur.de/buch/8418232/passagier-23


6.1.15 12:36, kommentieren